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Kurze Rückschau auf den Fachtag „Onlinekommunikation in Beratung und Supervision“

Gestern fand in Frankfurt der Fachtag zum Thema „Onlinekommunikation in Beratung und Supervision“ statt, den das Institut für E-Beratung gemeinsam mit der Fachgruppe Onlineberatung (vertreten durch Joachim Wenzel, SPI Mainz) veranstaltet hat.

In zwei Vorträgen von Prof. Richard Reindl zum Thema „Analoge und Digitale Kommunikation – Chancen für Beratung“ und von Dr. Joachim Wenzel zum Thema „Neue Medien in der Beratung“ wurden die knapp 30 Teilnehmenden in die Besonderheiten von Onlinekommunikation und die gesellschaftlichen Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung und Mediatisierung unser Alltagswelt eingeführt. Wenzel beschäftigte sich in seinem Vortrag zudem mit dem „Mythos der Unmittelbarkeit“ von „Face-to-Face“-Kommunikation/Beratung und führte den Zuhöhrer*innen in anschaulicher Weise vor Augen welche Rolle Medien schon immer in Hinblick auf unsere Kommunikation gespielt haben. Online zu kommunizieren und sich hierfür entsprechender Medien zu bedienen ist folglich die logische Konsequenz mit der sich Beratende auseinandersetzen müssen.

In drei Workshops hatten die Teilnehmenden sodann die Gelegenheit sich mit speziellen Themen und Fragestellungen zu beschäftigen. Maria Große Perdekamp (Leiterin der BKE Onlineberatung) und Nina Schweigert (Leiterin der YouthLifeLine Onlineberatungsstelle) berichteten aus ihrer Arbeitspraxis – zum einen in einem großen von Fachkräften getragenen Portal der Erziehungs- und Jugendberatungsstellen, zum anderen in der Variante der Peer-to-Peer Beratung, die durch Fachkräfte im Hintergund begleitet wird.

In meinem Workshop zum Thema „Onlineberatung und -Supervision freiberuflich“ hatte ich das Vergnügen mit interessierten und kritischen Teilnehmenden darüber zu diskutieren, welche Möglichkeiten für Freiberufler und Selbständige bestehen, Onlineberatung (in dem Fall natürlich kostenpflichtig) anzubieten. Es wurde über Konzepte und Finanzierungsfragen ebenso diskutiert, wie über technische Voraussetzungen und Qualifikationserfordernisse. Spannend war für ich vor allem, wie unterschiedlich die Teilnehmenden bislang Onlinekommunikationskanäle für die Erhaltung nutzen. Gefreut habe ich mich über das schöne Feedback, besonders von einer Teilnehmerin, die den anderthalbstündigen Workshop als „kostenlose Start-Up Beratung für SupervisorInnen“ bezeichnete. 🙂

Das Thema „Beratung per Video“ mit dem ich mit zur Zeit intensiver beschäftige kam hierbei auch immer wieder ins Gespräch. Nach wie vor steht. Hier aber die Problematik einer gesicherten technischen Lösung im Raum – hier müssen die Softwareanbieter noch geeignet Antworten finden, um eine sichere und stabile Übertragung zu ermöglichen.

Alles in allem ein spannender Fachtag mit vielen anregenden Ideen, Gesprächen und Menschen!