Archiv der Kategorie: Online-Coaching

Fortbildungsprogramm für 2017

Nach der Sommerpause habe ich mich mit meiner Kollegin an die Planung unseres Fortbildungsprogramms im Institut für E-Beratung für das kommende Jahr gemacht. Zusammengekommen ist eine schöne Auswahl unterschiedlicher Seminare & Workshops sowie ein Online-Kurs zur Einführung in die Onlineberatung.

Folgende Themen haben wir nächstes Jahr im Angebot:

Außerdem startet im März 2017 der nächste Durchgang im „Hochschulzertifikat Onlineberatung“!

Reinschauen lohnt sich! Die Anmeldung ist ab sofort möglich!

Kurze Rückschau auf den Fachtag „Onlinekommunikation in Beratung und Supervision“

Gestern fand in Frankfurt der Fachtag zum Thema „Onlinekommunikation in Beratung und Supervision“ statt, den das Institut für E-Beratung gemeinsam mit der Fachgruppe Onlineberatung (vertreten durch Joachim Wenzel, SPI Mainz) veranstaltet hat.

In zwei Vorträgen von Prof. Richard Reindl zum Thema „Analoge und Digitale Kommunikation – Chancen für Beratung“ und von Dr. Joachim Wenzel zum Thema „Neue Medien in der Beratung“ wurden die knapp 30 Teilnehmenden in die Besonderheiten von Onlinekommunikation und die gesellschaftlichen Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung und Mediatisierung unser Alltagswelt eingeführt. Wenzel beschäftigte sich in seinem Vortrag zudem mit dem „Mythos der Unmittelbarkeit“ von „Face-to-Face“-Kommunikation/Beratung und führte den Zuhöhrer*innen in anschaulicher Weise vor Augen welche Rolle Medien schon immer in Hinblick auf unsere Kommunikation gespielt haben. Online zu kommunizieren und sich hierfür entsprechender Medien zu bedienen ist folglich die logische Konsequenz mit der sich Beratende auseinandersetzen müssen.

In drei Workshops hatten die Teilnehmenden sodann die Gelegenheit sich mit speziellen Themen und Fragestellungen zu beschäftigen. Maria Große Perdekamp (Leiterin der BKE Onlineberatung) und Nina Schweigert (Leiterin der YouthLifeLine Onlineberatungsstelle) berichteten aus ihrer Arbeitspraxis – zum einen in einem großen von Fachkräften getragenen Portal der Erziehungs- und Jugendberatungsstellen, zum anderen in der Variante der Peer-to-Peer Beratung, die durch Fachkräfte im Hintergund begleitet wird.

In meinem Workshop zum Thema „Onlineberatung und -Supervision freiberuflich“ hatte ich das Vergnügen mit interessierten und kritischen Teilnehmenden darüber zu diskutieren, welche Möglichkeiten für Freiberufler und Selbständige bestehen, Onlineberatung (in dem Fall natürlich kostenpflichtig) anzubieten. Es wurde über Konzepte und Finanzierungsfragen ebenso diskutiert, wie über technische Voraussetzungen und Qualifikationserfordernisse. Spannend war für ich vor allem, wie unterschiedlich die Teilnehmenden bislang Onlinekommunikationskanäle für die Erhaltung nutzen. Gefreut habe ich mich über das schöne Feedback, besonders von einer Teilnehmerin, die den anderthalbstündigen Workshop als „kostenlose Start-Up Beratung für SupervisorInnen“ bezeichnete. 🙂

Das Thema „Beratung per Video“ mit dem ich mit zur Zeit intensiver beschäftige kam hierbei auch immer wieder ins Gespräch. Nach wie vor steht. Hier aber die Problematik einer gesicherten technischen Lösung im Raum – hier müssen die Softwareanbieter noch geeignet Antworten finden, um eine sichere und stabile Übertragung zu ermöglichen.

Alles in allem ein spannender Fachtag mit vielen anregenden Ideen, Gesprächen und Menschen!

Über die Bedeutung von Sprache im Online-Coaching

In letzter Zeit habe ich mir viele Coaching-Angebote angeschaut, die mit „Online-Coaching“ für sich werben. Dabei findet man allerhand spannendes, vieles hat mich aber auch erstaunt und ziemlich nachdenklich gemacht. Das mag daran liegen, dass ich mich selbst nicht als Coach beszeichnen würde, sondern Supervisorin bin und dahinter (vielleicht ein typisches Klischee?) für mich eine andere Haltung steckt.

Mir scheint es, als sprächen manche (nicht alle!) Coaches eine ganz eigene Sprache, die sehr leistungsorientiert klingt und mit plakativen und teils provokanten Adjektiven bestückt ist. Auffällig wird dies dann besonders im Online-Coaching oder zumindest in den Beschreibungen der Coaches, die man auf den entsprechenden Webseiten findet. Da ist dann die Rede von „Top Leistungsträgern„, es wird mit „8 radikalen Tipps für mehr Erfolg“ geworben und ähnlichem. Mich schreckt dies eher ab (vielleicht bin ich aber auch einfach nicht der Kunde für so ein Coaching?).

Die Bedeutsamkeit von Sprache im Onlinekommunikationsprozess, wo jedes Wort eine Wirkung entfalten soll ist ein Thema, dass mich in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt hat. Achtsamkeit in der Sprache und Wortwahl halte ich für ein – wenn nicht das – wesentliches Element für eine gute Onlineberatung/supervision und ja, auch für ein gutes Online-Coaching. Und für mich tun sich Fragen auf, wenn ich dann solche (in meinem Empfinden) „krassen“ Beschreibungen lese: Richtet sich (Online-)Coaching nur an Menschen, die an „mehr Leistung“ und „extremen“ Lösungen interessiert sind? Werden auch Menschen von solchen Aussagen angesprochen, die noch auf der Suche sind und vielleicht sogar unter „zuviel Leistungsdruck“ leiden? Ich bin unsicher…

Vielleicht mag es aber auch am stärkeren Marketingfaktor liegen, der im Coachingbereich eher vorhanden ist, als im Feld von (meist kostenfreier) Beratung oder Supervision?

Wer aufmerksam liest wird sich und mich jetzt fragen: Warum heißt denn dann dieser Blog „Online-Coaching-Blog“, wenn für mich manches im Coaching so negativ klingt?  🙂 Eine berechtigte Frage, die ich gerne so beantworte: Der Name geht zurück auf mein persönliches Verständnis von „Coaching“. Nämlich einer ergebnisoffenen Form der Anregung und Unterstützung für Menschen, die Lust haben etwas Neues kennen zu lernen und auszuprobieren und dafür gerne auf das Wissen und die Erfahrung einer anderen Person (Coach) zurückgreifen möchten, um sich inspirieren zu lassen. Und genau dazu dient dieser Blog!

 

Online-Coaching-Programm „Ins Netz gehen“ der BzgA

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet unter der Seite http://www.ins-netz-gehen.de ein Coaching-Programm (vor allem für die jüngere Zielgruppe, aus meiner Sicht aber auch für „Ältere“ interessant!) an, das sich an Personen richtet, die ihren eigenen Internet- und Computerspiel-Konsum hinterfragen (oder deswegen Stress Zuhause haben).

Zunächst füllt man einen Selbsttest aus, der einem einen Anhaltspunkt darüber gibt, wie das eigene Surf-/Spielverhalten einzuschätzen ist. Nach der Beantwortung von 15 Fragen erhält man eine Einschätzung und Empfehlung. Im Anschluss daran kann man an einem Programm teilnehmen und mit einem persönlichen Coach im Chat sprechen. Dieser erhält vorab Zugriff auf das Testergebnis und bespricht dann individuell mögliche Lösungswege mit dem/r Teilnehmer/in.

Im Anschluss daran bekommt man die Tools „Reals Life Challenge“ und „Medienplaner“ freigeschaltet, die vom Coach übere mehrere Wochen mit begleitet werden.

Klingt nach einer spannenden Idee! Ob’s funktioniert?!

Termine für Hochschulzertifikat Onlineberatung 2016

Wie schon in einem meiner letzten Beiträge angekündigt, wird im kommenden Jahr wieder die Weiterbildung zum/r zertifizierten Onlineberater/in am Institut für E-Beratung der TH-Nürnberg angeboten. Ich freue mich drauf, im nächsten Durchgang wieder als Referentin mit von der Partie zu sein.

Nun stehen auch schon die Präsenz-Termine in Nürnberg fest:

11./12. März
29./30. April
8./9. Juli
21./22. Oktober

Weitere Infos werden in den nächsten Wochen über die Seiten des Instituts für E-Beratung veröffentlich.

Pläne für 2015

Wenn man einen Beitrag mit so einer Überschrift beginnt und ihn dann auch noch öffentlich ins Netz stellt ist das ja so eine Sache. Ich habe aber gelernt: Man kann Pläne machen, über sie sprechen…und sie ggf. auch verwerfen. Also keine Gefahr in Verzug!

Ein paar Dinge stehen aber auch einfach schon fest und drum kann man diese verkünden:

  • Im März erscheint die nächste Ausgabe der „Psychotherapie im Dialog“ im Thieme Verlag zum Thema „Supervision“ für die ich letztes Jahr angefragt wurde einen Artikel zur Online-Supervision beizusteuern.
  • Dass das Thema „Online-Supervision“ im vergangenen Jahr zumindest publikationstechnisch bei mir einen ziemlich großen Stellenwert eingenommen hat, ist denke ich nicht zu übersehen gewesen. Neben dem dazu aktuell am Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Nürnberg laufenden Forschungsprojekt für das wir eine Förderung durch die DGSF erhalten haben, will ich mich vor allem mit ein paar stärker konzeptionell ausgerichteten Fragestellungen beschäftigen. Dazu gehört auch sämtliche Online-Supervisionen bzw. „Formate“, die ich in den letzten zwei Jahren ausprobiert habe, noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, was sich bewährt hat und weiterentwickelt gehört und was eher nicht.
  • Anknüpfend hieran gründe ich gerade mit Kolleg_innen eine „Online-Intervisionsgruppe“, um auch etwas für die eigene Qualitätssicherung zu tun, das über die üblichen Kontroll-Supervisionen im face-to-face-Kontakt hinaus geht. Es macht ja durchaus Sinn, dies auch in dem Setting zu absolvieren, das man sich anschauen will.
  • In der Schublade liegen schon länger ein paar kleinere Online-Supervisions-Konzepte oder besser gesagt „Produkte“, die ich in der zweiten Jahreshälfte mal aus der selbigen herausholen möchte. Hierbei handelt es sich um eher „coachingbezogene“ Formate, die zum Beispiel Berufseinsteiger_innen in den ersten Monaten unterstützen oder sich speziell an Personen richten, die gerade in einer Führungsposition wechseln bzw. gewechselt haben.
  • Ein paar Schulungen/Workshops/Fortbildungsveranstaltungen stehen auch schon fest – mit detaillierteren Infos auf meiner Supervisions-Homepage zu finden. Hervorheben (da zeitlich etwas umfangreicher) möchte ich hier nur diese zwei Veranstaltungen:
    Online KlientInnen erreichen – Einführung in die Onlineberatung, München, 26./27. Oktober 2015  (istob Zentrum für Systemische Therapie, Supervision und Beratung)
    und
    Blended Counseling und systemische Interventionsstrategien in der Onlineberatung – Stuttgart, 05./06. November 2015 (Katholische Bundeskonferenz Ehe-, Familien- und Lebensberatung) (ab S. 39 im Programm zu finden)

 

Zum Jahresende…

…noch ein Artikel in Sachen „Online-Supervision“. Ganz aktuell ist in der neuen Ausgabe der „systeme“ ein Artikel von mir erschienen, der das Thema „Online-Supervision“ vor allem unter einem systemischen Fokus betrachtet.

Ich freue mich riesig, dass das Thema soviel Interesse und Anklang in der Supervisions- und Coachingszene findet, war man in den letzten Jahren doch oft auch skeptisch und eher zurückhaltend, was internetgestützte Formate in diesem Feld angeht. Eine wunderbare Ankündigung im Editorial der aktuellen Ausgabe 2/14:

„Ein stimulierendes ,Update im System’ Thema ,Online- Supervision’ ermöglicht uns Emily Engelhardt: Sind Sie dazu bereit? Wenn ja, dann tauchen Sie ein in eine interessante Auseinandersetzung zu den Chancen, aber auch möglichen Begrenzungen dieses Formats.“

Das Abstract zum Artikel kann man sich in Tom Levolds Systemmagazin durchlesen.

Den Leserinnen und Lesern meines Blogs wünsche ich schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das Jahr 2015!

Beraten ohne sich gegenüber zu sitzen? Geht das denn!?

Immer wieder wird mir diese Frage gestellt. Seltsamerweise (oder auch nicht?) vor allem von den Beratenden. Für Kund/innen oder Klient/innen scheint es weit weniger fraglich zu sein, dass eine Beratung auch internetgestützt stattfinden kann und man sich nicht zwingend im gemütlichen Beratungszimmerchen gegenübersitzen muss, damit die Beratung auch wirklich gelingen kann.

Auch scheinen die einzelnen beratend tätigen Berufsgruppen hierzu unterschiedliche Haltungen zu haben. Die Skepsis der (Sozial-)Pädagogen und Psychotherapeuten scheint eher darauf bezogen, dass sich aufgrund der Kanalreduktion ja gar nicht richtig einschätzen ließe, wie es dem/der Klient/in wirklich gehe. Ich neige dann zurück zu fragen, ob sie sich denn 100%ig sicher seien, die „richtige“ Einschätzung treffen zu können, wenn ihnen jemand gegenüber sitzt. Sicher richtig ist aber: Es fehlen bei den textbasierten Beratungsformen die visuell wahrnehmbaren Reize, also muss ich als Berater/in lernen, aus dem Text heraus zu Einschätzungen zu kommen. Und was liegt da näher, als noch mehr nachzufragen bei meinem Ratsuchenden? Im besten Fall führt dieses Nachfragen nämlich zu mindestens diesen beiden Effekten:

  • der/die Ratsuchende fühlt sich in seinen/ihren Anliegen sehr ernst genommen („Da macht sich jemand die Mühe, mich wirklich verstehen zu wollen.“)
  • der/die Ratsuchende ist dazu aufgefordert, eine möglichst genaue Beschreibung seiner/ihrer Gedanken, Gefühle etc. schriftlich zu verfassen – es findet eine stärkere (Selbst-)Reflexion statt

Bei den Coaches, die sich ins Netz trauen stelle ich fest, dass Online-Coaching häufig in Form von videogestützten oder in 3-D-Räumen avatarunterstützt stattfindenden Formaten angeboten wird. Warum das so ist, ist mir selbst noch nicht klar. Irgendwer Ideen?

Ich kann nur Vermutungen anstellen: Müssen Coaches visuell wahrgenommen werden (als Avatar oder über die Webcam), weil das Medium „der Coach“ für den Prozess eine wichtige Rolle spielt? Mh, unbefriedigend. Irgendwas muss doch dahinter stecken, dass ich eigentlich fast keine Coaches finden kann, die ihr Beratungsangebot textgebunden zur Verfügung stellen? Jedenfalls scheint bei den Coaches die Skepsis, das Eine oder Andere auch mal „online“ stattfinden zu lassen etwas weniger groß zu sein – vielleicht weil Coaching oft im Businessbereich stattfindet und dort auch Videokonfrenzen und die Zusammenarbeit in virtuellen Teams üblicher ist.

Aber nochmal zurück zur Ausgangsfrage: Geht das? Ja, es geht. (Wäre ja auch schräg einen Blog zu einem Thema zu eröffnen, das gar nicht funktioniert, logo.) Viel interessanter ist hierbei sicherlich die Frage nach der Wirksamkeit dieser Form von Beratung. Hierzu werde ich in Zukunft noch etwas schreiben, möchte an dieser Stelle aber auf ein interessantes Forschungs-Projekt an der Leuphana Universität Lüneburg hinweisen. Dort werden sogenannte „onlinebasierte Internettrainings“ entwickelt, angewendet und evaluiert. Sie können hier ausführlich lesen worum es geht.

Eine Antwort auf die Frage: Und wie genau geht es denn nun? werde ich versuchen in einem meiner nächsten Artikeln hier zu geben. Vielleicht kann mir in der Zwischenzeit jemand die Coachingfrage beantworten?

Warum Coaches online beraten müssen

Das Strahlen im Gesicht meiner Kundin hätten Sie sehen sollen! Sie stand vor einem beruflichen Wechsel und damit vor einem Umzug in eine andere Stadt. Wir hatten einen Coachingprozess mit mehreren Treffen hinter uns und trafen uns nun zu unserer letzten gemeinsamen Sitzung. Das es aber nur das letzte Treffen sein sollte bei dem wir uns direkt gegenübersitzen sollten, wusste meine Kundin zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Meine Kundin begann also damit zu berichten, wie ihr das Coaching geholfen habe. Gleichwohl sei sie jetzt schon etwas unsicher, was sie in der neuen Stelle und Stadt erwarten werde. „Es ist schade, dass wir uns jetzt verabschieden müssen. Ich würde Sie am liebsten als Coach mitnehmen“, sagte sie. Und ich antwortete „Dann machen Sie es doch!“

Schweigen. Verblüffung und etwas Verwirrung machte sich im Gesicht meiner Kundin breit. Nun war ihr ziemlich sicher klar, dass ich nicht die gut 600 Kilometer hinter ihr her reisen würde, damit wir unseren Coachingprozess fortsetzen könnten, also klärte ich sie auf: Darüber, dass ich ihr künftig auch online ein Coaching anbieten könne und sie so in den ersten 100 Tagen im neuen Job begleiten würde. Erleichterung und ein strahlendes Gesicht schlugen mir entgegen. Eine klassische win-win-Situation: Meine Kundin war glücklich darüber, dass sie ihren Coachingprozess fortsetzen konnte und ich durfte mich auf weitere Honorare freuen.

Nun ist mir wichtig deutlich zu machen, dass es nicht um ein „wir bleiben per Mail in Kontakt“ geht. Online-Coaching bedeutet, dass ich eine qualifizierte Beratung über eine Beratungssoftware anbiete, die die Notwendigkeit einer datensicheren Speicherung und Übertragung unseres Coachingprozesses berücksichtigt. Das ist echte Arbeit und nicht nur ein lockerer Kontakt, in dem man sich mal berichtet, wie es so läuft. Hierzu werde ich in meinen nächsten Artikeln mehr schreiben.

Menschen die Beratung anbieten (ob als Coaches, Supervisor_innen oder Trainer_innen) sollten die Chance das Internet für ihr Angebot zu nutzen nicht verstreichen lassen. Es geht nicht darum einen Trend zu folgen und eben „auch online“ zu sein, sondern darum die Möglichkeiten einer internetgestützten Beratung zu nutzen, um

  • neue Kund_innen zu gewinnen
  • den Bedürfnissen von zeitlich stärker eingeschränkten Menschen (und dazu gehören nicht nur Top-Manager, sondern auch Eltern oder selbständig Tätige) gerecht zu werden
  • eine Form von Beratung anzubieten, die neue Reflexions- und Entwicklungsmöglichkeiten bei den Kund_innen fördert.

Dass es hierfür mehr bedarf als „nur“ der Fähigkeit beraten zu können, liegt eigentlich auf der Hand. Denn über das Netz zu beraten heißt eben auch ganz anders zu beraten als bisher. Als Beratende muss ich damit umgehen, dass mir nur ein Text zur Verfügung steht oder aber ich muss mich mit den technischen Unwegsamkeiten eines Video-Chats herumschlagen. Es bedarf also besonderer Kompetenzen und Qualifikationen, um auch online eine gute Beratung anbieten zu können.

Welche Erfahrungen haben Sie bislang gemacht? Als Coach oder auch als Kund_in eines solchen Beratungsangebots? Ich bin gespannt auf Ihre Rückmeldungen. Empfehlen möchte ich Ihnen außerdem das Interview, das Svenja Hofert für ihr Online-Magazin zum Thema Online-Coaching mit Brigitte Koch geführt hat.