Archiv der Kategorie: Allgemein

Podcast #11 Online-Supervision

Onlineberater*innen brauchen Online-Supervision! So einfach könnte man es sagen, dennoch steckt mehr dahinter, warum es durchaus sinnvoll ist, dass Supervisor*innen ihr Angebot erweitern und insbesondere für Onlineberater*innen ein adäquates Angebot bereitstellen. Wie Online-Supervision – insbesondere im Chat – konkret aussehen kann, wird in dieser Folge besprochen.

Hier gehts direkt zur Folge bei Podigee: https://derdreh.podigee.io/12-online-supervision

Podcastfolge #10 zu den Besonderheiten textbasierter Onlineberatung

Schriftlichkeit erfordert in der Beratung von Beratenden und Ratsuchenden ganz besondere Kompetenzen. Sie ermöglicht jedoch auch einen ganz anderen Zugang zur Beratung und den Themen der Ratsuchenden. Die Prozesssteuerung erfolgt besonders in der Mailberatung stärker durch die Ratsuchenden und ermöglicht ihnen mehr Autonomie, aber auch mehr Verantwortung. Um diese Themen geht es in der Folge.

Hier gehts direkt zur Folge bei Podigee: https://derdreh.podigee.io/11-schriftlichkeit

Übrigens: Meinen Podcast kann man ganz einfach abonnieren – er ist bei allen gängigen Anbietern wie Apple, Spotify etc. erhältlich! Und kostet natürlich nichts!!

Podcastfolge #9 zu ‚Schwierigen Beratungssituationen in der textbasierten Onlineberatung‘

Wie kann in der schriftlichen Beratungskommunikation mit schwierigen Beratungssituationen umgegangen werden? Wiie unterscheidet sich die Arbeitsweise im Chat zur Mailberatung? Und was können Onlineberater*innen für die eigene Psychohygiene tun? Darum gehts in dieser Folge.

Hier gehts direkt zur Folge bei Podigee: https://derdreh.podigee.io/10-schwierigeberatungssituationen

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Neue Podcastfolge zur Videoberatung

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie erlebte die Videoberatung einen Boom in der psychosozialen Beratungslandschaft. Bis dato hatte Onlineberatung fast ausschließlich schriftlich stattgefunden und plötzlich haben ganz viele Berater*innen den Videokanal für sich entdeckt. Was bei der Videoberatung zu beachten ist, wird in dieser Folge besprochen.

Hier gehts direkt zur Folge bei Podigee: https://derdreh.podigee.io/9-videoberatung

Weihnachtspause!

Das letzte Seminar für 2020 ist geschafft, nun geht es in die Ferienzeit.

Das Jahr 2020 wird wohl als das „Corona-Jahr“ in die Geschichte der Menschheit eingehen. Für mich persönlich ist die faszinierendste Entdeckung in diesem Jahr gewesen, wie wieder einmal ein weltumspannendes Ereignis das Thema Onlineberatung für mich so sehr in den Mittelpunkt rückt.
Im Jahr 2001, als am 11. September die Welt für einen Moment aufhörte, sich zu drehen, entdeckte ich die Onlineberatung für mich. Und nun, 19 Jahre später, als die Welt wieder stillsteht, entdeckten ganz viele Andere die Onlineberatung plötzlich für sich!

In diesem Jahr wurde viel ausprobiert und experimentiert. Es waren Sätze zu hören wie „das geht doch gar nicht!“ aber auch viele Aussagen wie „Mensch, das hätte ich ja nicht für möglich gehalten!“.
Onlineberatung ist im Jahr 2020 unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie in vielen Beratungsbereichen zu dem einzig möglichen Kommunikationskanal geworden. Viele empfanden dies als Einschränkung, manche aber auch als Chance, sich mit neuen Kommunikationsformen, technischen Herausforderungen und methodischen Experimentierfelder zu befassen.

Gleichzeitig hat mich fasziniert, wie sich die Vorstellung darüber, was Onlineberatung sei, gefühlt „über Nacht“ verändert hat. Onlineberatung wird nun häufig synonym mit Videoberatung verwendet und beschränkt damit die bisherige begriffliche Einordung auf nur einen Einzelaspekt des Onlineberatens. Blickt man auf die letzten 25 Jahre psychosozialer Onlineberatung zurück, spielte die Videoberatung kaum eine Rolle – unter den Corona-Bedingungen erlebt sie nun einen Boom! Mir ist es daher wichtig, dass wir im Blick behalten, dass Onlineberatung weitaus mehr als „nur“ Videoberatung ist. Denn dies ist das entscheidende Alleinstellungsmerkmal der internetgestützten Kommunikation: Sie kann über mehr als einen Kanal erfolgen und gerade die verschriftliche Beratungskommunikation schafft mit ihren Eigenheiten noch einmal einen ganz neuen Zugang zu Methoden, Möglichkeiten und Dynamiken im Beratungsprozess.

Schöne Feiertage und: Zuhause bleiben!

Krisenberatung am Telefon und per Video in Zeiten von Corona – aktualisierte Handreichung!

Die bereits im März erschienene Handreichung zur Krisenberatung am Telefon und per Video in Zeiten von Corona wurde aktualisiert. Darin wird auf die aktuelle Situation im Herbst 2020 eingegangen, erste Studien zu Auswirkungen der Coronakrise benannt und nun auch das Thema „Beziehungen und Sexualität bei Kontaktbeschränkungen“ beleuchtet.

Hier gehts zur Handreichung (klick)

Kann jetzt jeder Onlineberatung? Podcast-Interview

Es ist schon einige Zeit her, dass mich Hendrik Epe für seinen Ideequadrat Podcast interviewt hat. Das Interview fand im April statt, als die Corona-Pandemie gerade Ihren Höhepunkt erreicht hatte und viele Beratende auf Onlineberatung „umgestiegen“ sind.

Im Podcast sprechen wir über Qualität und Kompetenzen und das, was sich auch in Zukunft in Sachen (Online)Beratung verändern wird und muss.

Hier geht’s zur Podcastfolge (klick)

Corona-Reflexion, Teil 2

Nun sind schon wieder fast 7 Wochen vergangen, seit ich das letzte Mal hier darüber schrieb, was sich bei mir durch die irre Corona-Situation (gibt es irgendein gute Wort dafür!?) getan hat. Zeit mal wieder kurz durchzuschnaufen und zu schauen, was heute ist.

Und eigentlich beschreibt das „durchschnaufen“ schon ganz gut die Situation. Mein Eindruck ist, dass sich die erste hektische Phase des „Wir müssen jetzt unbedingt auch alle online beraten können!“ ein bisschen gelegt hat. Inzwischen gehen natürlich auch einige Einrichtungen schon wieder zurück in die Präsenzberatung und dennoch beschäftigen sich viele noch mit der Frage „Was sollen wir tun, wenn ein zweiter Lockdown kommt?“.

Aus meiner Perspektive ist dies wieder zu kurz gedacht: Nur zu reagieren (und sich ggf. jetzt mal ein bisschen darauf vorzubereiten), weil eine Situation die anderen Möglichkeiten des Arbeitens beschränkt, halte ich weder für die beraterische Arbeit, noch für diejenigen, die auf diese angewiesen sind und/oder sie in Anspruch nehmen möchten für besonders zielführend. Insofern begrüße auch auch die durchaus sehr differenzierten Auseinandersetzungen mit der Situation, die eher langfristige Perspektiven des Beratens in einer digitalen Welt betrachten – ganz unabhängig von Coronaviren und deren Folgen.

Und so höre ich inzwischen auch vermehrt Stimmen, die eher diskutieren möchten, was man aus den letzten Wochen lernen kann, wie man die Erfahrungen nun reflektiert bewerten und daraus Strategien und Konzepte für die Zukunft entwickeln kann. Nicht in erster Linie, um für einen zweiten ‚lock down‘ gewappnet zu sein, sondern vielmehr, um die Dinge auf Spur zu bringen, die ohnehin schon angestanden hätten.

Sorge bereitet mir nach wie vor der Umgang mit Standards und Qualität. Während in vielen Bereich Datenschutz und Beratungsqualität (hinterlegt mit einer entsprechenden Qualifizierung für das eigene Tun) schon immer als ‚das Wichtigste überhaupt!‘ benannt wurden, scheinen im digitalen Raum nun andere Regeln zu gelten – manchmal nämlich: gar keine.

Wir haben die letzte 20 Jahre so vieles für die Qualität von Onlineberatung und entsprechende Standards in diesem Feld getan – hier muss nun gut aufgepasst werden, dass nicht Beliebigkeit und Wildwuchs Überhand gewinnen.

Insofern müssen sich Entscheider*innen in den Organisationen dafür einsetzen, dass Beratungsfachkräfte qualifiziert werden, technologische Voraussetzungen geschaffen werden und Qualitätsstandards diskutiert und umgesetzt werden. Hier muss das Rad nicht neu erfunden werden – es gibt ja schon alles Mögliche hierzu!

Die Beratungsfachgesellschaften müssen sich ebenso positionieren und – auch in ihrem eigenen Interesse – Anforderungen definieren, die von Beratenden zu erfüllen sind. Hierzu gehören Ethikrichtlinien, wie beispielsweise bei der DGSF:

„Bei der medial vermittelten Form der Beratung bedarf es dabei der Aneignung grundlegender Kompetenzen in Bezug auf das genutzte Beratungsmedium sowie einer medienspezifischen fachlichen Auseinandersetzung und Reflexion dieser Beratungsprozesse.“

Und auch wenn ich vollstes Verständnis für die vielen selbständig beratend tätigen Personen habe, denen durch die Beschränkungen der vergangenen Wochen Existenznot droht(e): Auch diese müssen daran interessiert sein, sich entsprechend zu qualifizieren, um die Menschen, die sie begleiten weiterhin fachlich gut zu beraten!

Vieles tut sich: Weiterbildungsinstitute nehmen Onlineberatungs-Fortbildungen in ihr Programm auf, Fachverbände stellen Infos zur Verfügung, Organisationen qualifizieren Mitarbeiter*innen…

Und dennoch gibt es weiterhin viel zu tun. Es wird kein „nach Corona können wir endlich wieder ’normal‘ beraten“ geben – wer das noch denkt hat wirklich nichts kapiert.